Auch in diesem Jahr fanden sich die aktiven Sportler der Tischtennisabteilung des SCW wieder zu den Vereinsmeisterschaften in der Grundschule Waldgirmes ein. Trotz etwas ungünstigen äußeren Bedingungen (Pfingsten, Urlaubszeit, Sommerwetter) kam ein stattliches Teilnehmerfeld zusammen.

Unter der organisatorischen Leitung von Johannes Bieber wurden zwei große Bewerbe angesetzt. In den Doppelspielen war die Zusammenstellung der Paare nicht frei wählbar, sondern gemessen an den aktuellen Leistungszahlen spielte der Ranghöchste zusammen mit dem Rangniedrigsten, der Zweite mit dem Vorletzten usw. Das versprach einerseits ein ausgeglichenes Teilnehmerfeld mit gleichen Siegchancen für alle, gleichzeitig ergaben sich auch neue Erkenntnisse im Zusammenspiel, hatten doch einige Paare noch nie zuvor zusammen am Tisch gestanden.
In den Einzelspielen wurden den leistungsschwächeren Teilnehmern in jedem Satz ein gewichteter Vorsprung zugestanden. Gute Erfolgsmöglichkeiten für alle war hier die Intention. Die Regelwächter der ITTF wären wahrscheinlich in demonstratives Stirnrunzeln verfallen, die wurden aber zu dieser SCW internen Veranstaltung erst gar nicht konsultiert.

Ausgeglichenes Teilnehmerfeld und breitflächige Gewinnchancen waren somit geschaffen, Spaß im Sport für jung und alt stand im Vordergrund, nicht der strikte Leistungsgedanke, der im Ligabetrieb alleine maßgeblich ist. Im regen Treiben ging es den ganzen Nachmittag lang heiß her und das war nicht allein den Sommertemperaturen geschuldet. Letztendlich fanden die Spiele ihre würdigen Sieger, ein leichter Anflug von Ermüdung und ein größerer Anteil von Zufriedenheit ließ sich aus allen Gesichtern ablesen.
Nach den Wettkämpfen an den Tischen stand der sportliche zweite Teil der Veranstaltung noch bevor. Ort des Geschehens ein wahrlich höfisches Ambiente, Fachwerk und Holzbänke, grüne Kletterpflanzen, ein Idyll wie im Biergarten links der Isar. Beim Eintreffen der erschöpften Spieler wurde zunächst ein mühsam einstudiertes Ritual der Feuerwehr absolviert: kein langes Zögern und sofort mit nachhaltigem Löschen beginnen. Eine kleine elektronische Dame, die ausschließlich mit dem Namen Alexa angesprochen werden möchte, legte situationsgerecht einen Akustikteppich aus gepflegtem Hardrock über das heiße Pflaster. Als dann mit aufkommender Dämmerung schließlich weißer Rauch über dem Grillrost aufstieg machte sich allenthalben Erleichterung und Freude breit, habemus Würstchen. Dass Pingpongathleten alle Schnittvarianten beherrschen, musste so manche gestückelte Bratwurst leidlich erfahren. Da niemand an diesem Abend das im Tischtennis übliche "Zeitspiel" moniert hat, dürften sich die Fachgespräche noch weit über die Sperrstunde hinaus hingezogen haben.
E.Z.
